Die höchsten Tagesgeldzinsen finden sich häufig im Ausland wieder. Hier besteht meistens eine oder mehrere Niederlassungen in Deutschland. Durch Ihre niedrigen Verwaltungs- und Personalkosten können die ausländischen Banken meistens höhere Tagesgeldzinsen bieten als die deutschen Banken. Auch bezahlen die ausländischen Banken für die Sicherung Ihrer Tagesgelder und Tagesgeldzinsen in Österreich, Niederlande oder Luxemburg deutlich weniger als in Deutschland. Aber die hohen Tagesgeldzinsen haben nicht nur Vorteile. Um in den Genuss der ausländischen Tagesgeldzinsen zu kommen, bedarf es einer aufwendigeren Kontoeröffnung als in der Bundesrepublik. Der Kunde muss sich bei den ausländischen Tagesgeldzinsen entscheiden, ob die Bank seine Tagesgeldzinsen an das heimische Finanzamt soll. Wenn die Bank die Zinserträge nicht melden soll, dann zahlt die Bank automatisch 15 % Quellensteuer ab. Aber Vorsicht, damit ist es nicht getan, die Einnahmen dürfen dem heimischen Finanzamt nicht verschwiegen werden, sonst kann es wegen Steuerhinterziehung grossen Ärger für Sie bedeuten. Auch die Sicherung des Kapitals und der Tagesgeldzinsen ist nirgends so gut abgesichert wie in Deutschland. Banken aus dem Ausland beschränken Ihre Sicherung grösstenteils auf 20 000 € pro Person. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollten Sie also auf jeden Fall nicht mehr als 20 000 € bei einer ausländischen Bank anlegen. Informieren Sie sich vorher gewissenhaft über die Einlagensicherung bei einer Auslandsbank, nicht daß Sie nachher grosse Augen machen.