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Bruttorendite

Wie errechnet man die Bruttorendite einer Geldanlage?

Viele Privatanleger verwechseln Bruttorendite und Nettorendite. Dabei lohnt es sich durchaus, den effektiven Ertrag einer Geldanlage auszurechnen. Leider liegt er in der Regel deutlich unter der von der Bank angegebenen Verzinsung. Warum? Korrekt berechnet muss der Ertrag um anfallende Kosten und Steuern beziehungsweise inflationsbedingte Bereinigungen nach unten korrigiert werden. Aber lassen Sie uns genauer hinschauen.

Die Bruttorendite gibt einen ersten Aufschluss über die Rendite einer Geldanlage. Sie errechnet sich aus dem Ertrag einer Anlage und dem eingesetzten Kapital. Die Bruttorendite ist also der Gesamtgewinn. Beispiel: Wer einen Betrag von 1.000 Euro für ein Jahr lang zu einem Zinssatz von 3 Prozent anlegt, erwirtschaftet eine Bruttorendite von 30 Euro.

Anlagebetrag + (Anlagebetrag x Zinssatz) = Bruttorendite

Im Beispiel: 1.000 EUR + (1.000 EUR x 3%) = 1.030 EUR

Die Bruttorendite bezeichnet also den Ertrag vor Steuern und Inflation, auch nominaler Zinsertrag genannt.

Unberücksichtigt bleiben dabei die Steuern, die Inflation und auch die Kosten für die Geldanlage. Depotgebühren, Ausgabeaufschlag oder Verwaltungskosten werden erst bei Kalkulierung der Nettorendite zum Ertrag in Bezug gesetzt. Hier lautet die Formel also:

Bruttorendite – Inflation – Steuer – Kosten = Nettorendite

Was ist der Unterschied zwischen Verzinsung und Rendite?

Die Verzinsung von Tagesgeld beispielsweise hängt von dem Zinsniveau am Geldmarkt ab und schwankt daher täglich. Auf den Zinssatz großen Einfluss hat der Leitzins der EZB, der die Zinsen für Geschäfte innerhalb der Banken festlegt. Die Verzinsung allein gibt aber nur unzulänglich Aufschluss über den effektiven Ertrag. Wer seine Rendite genau berechnen möchte, muss bei der Kalkulation daher zusätzliche Faktoren berücksichtigen.

Der Sparerpauschbetrag

Dazu zählen unter anderem der Sparerpauschbetrag, der bestimmt, wie groß der Anteil der Geldanlage ist, der versteuert werden muss.

Der Abgeltungssteuersatz

Weiterhin beeinflusst der Abgeltungssteuersatz die Rendite maßgeblich. Zu ihm kommt noch der Solidaritätszuschlag und bei Kirchenzugehörigkeit die Kirchensteuer hinzu.

Inflation und Kosten

Berücksichtigt man schließlich noch die Inflation und die Kosten für Depot, Abschluss und gegebenenfalls Verwaltung, so ergibt sich ein neues Bild des Zinssatzes, das deutlich unter der angegebenen Verzinsung der Banken liegt.

Wie beeinflussen Zinsintervalle etwa beim Tagesgeld die Höhe der Bruttorendite?

Da die Zinsen beim Tagesgeld von Tag zu Tag variieren, erfolgt die Berechnung durch die Banken zwar täglich. Die Gutschrift wird jedoch in einem bestimmten Zinsturnus vorgenommen, also in größeren Zeitintervallen. Das Berechnungsschema unterscheidet sich zudem von Kreditinstitut zu Kreditinstitut. Je kürzer der Zinsturnus, umso vorteilhafter ist er in der Regel für den Kunden. Bei Tagesgeldkonten kann das Zinsintervall zwischen einem Monat und einem Jahr liegen. Bei kurzen Intervallen ist der Zinseszinseffekt größer. Die Bruttorendite ist dann höher.

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Welche Zinsen derzeit auf Tages- und Festgeldkonten gewährt werden und bei welcher Bank Sie das beste Tages- oder Festgeldkonto mit den höchsten Zinsen bekommen, zeigen unsere Rechner und Vergleiche. Einfach Anlagesumme und Laufzeit eingeben, berechnen, vergleichen!

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